Bei den Treffen des Polyamoren Netzwerks (PAN e.V.) gibt es ein reichhaltiges Workshop-Programm. Dieses gestalten die Teilnehmys — ganz im Sinne der Mitmach-Kultur — selbst: Jedes Teilnehmy kann anbieten, was immer polyamore Menschys bewegt.

Beispiele für Workshops

Hier folgen die Titel einiger Workshops vergangener Treffen. Diese sind als Beispiele für Workshops zu verstehen um eine Idee zu bekommen, wie das Workshopprogramm aussehen kann. Die Liste stellt eine Auswahl an Workshops aus dem sehr breiten Programm dar, ist bei weitem nicht vollständig und nicht repräsentativ. Einige der Workshops wurden ein einziges Mal angeboten, andere wiederholen sich bei einem anderen Treffen.

  • Workshops spezifisch zum Thema Polyamorie: Poly-Biographien, Polyamore Beziehungen und Kinderwunsch, Umgang mit Metamours, Blut und Wasser — alternative Vorstellungen von Familie und Verwandtschaft, Poly Basics: Eifersucht, Poly Classics: Beziehungsmodelle, Polyamorie und Feminismus, Polyamorie und Neurodivergenz, Polyliebespotenzial leben, Polyamorie als Perspektive, Offenheit mit der Polyamorie, Poly für Fortgeschrittene, The Relationship Manifesto, Polyamore Strukturen und Wahlfamilien, Polysecure (Buch), Happy Poly Moments, Polycare — juristisches Fachwissen, Poly-Wohnprojekte, Polyamorie als gesellschaftliches Anliegen, Poly-Forum
  • Workshops rund um das Themen Kommunikation und Beziehungen zu anderen: Gewaltfreie Kommunikation Grundlagen, Sprechen und zuhören, Was brauchen wir in Beziehungen, Beziehungsvereinbarungen, Arbeiten an eigenen Bindungsstilen, Wir passen einfach nicht zusammen, Trennung für Beziehungsjunkies, Ausbruch aus toxischen Beziehungen, Verbundenheit für die Ewigkeit, Das Privilegien-Spiel, Finde deine Wohlfühldistanz, Abstand und Nähe
  • Workshops mit Fokus auf Awareness, Konsent und Achtsamkeit: Wheel of consent, Das 3-Minuten-Spiel, Safer Sex, Resilienz aufbauen gegenüber grenzüberschreitendem Verhalten, Umgang mit Grenzen, RBDSMA-Talk, Empowerment nach Übergriffen, Konsent und Trauma
  • Workshops zu Kuscheln, Sinnlichkeit, Massage und spielerische Begegnung: Mittagskuscheln, Kuschelkonzert, Kunst der Berührung, blindes Erfühlen und Streicheln, Kuss-Workshop, Qualität der Berührung, Vielhändige Massage, Playfight
  • Workshops um Umkreis von Erotik, Sexualität und Kink: Oh ja oh ja — reden über Sex beim Sex, Sexuelle Funktionsstörungen, Vulva-Abdrücke, Prostata-Massage, Gleitgel-Gesprächsrunde, Wenn Frauen* Frauen* lieben, Sexuell übertragbare Krankheiten und entstehende Gefühle, Sexueller Mangel, Bondage für Anfänger und Fortgeschrittene, Rope Speeddating, Sensual Kinky Playfight, Die wollen doch nur spielen, Pet-Playspace, Unsicherheiten und Infos im Bezug auf Kink, Führen und folgen
  • Workshops für Ruhe und Bewegung: Meditation in der Natur, Meditation zu zweit, Eisbaden, Lach-Yoga, Acro-Yoga, Nackt-Yoga, Kontaktimprovisation, Sensual Dance Flow, Tango Argentino, Wave 5-Rhythmn
  • Workshops zur persönlichen Weiterentwicklung und Selbsterfahrung: Umgang mit Ängsten in Akutsituationen, Ausziehen ohne sich zu entblößen, Freie systemische Aufstellung, Gesprächsrunde Einsamkeit, Bedürfnisse und Bedürftigkeit, Klärung Schattenarbeit, Emotionale Selbstregulation, Wie entstehten Glücksgefühle, Gefühlschaos — Weißt du was du fühlst
  • Workshops aus den Bereichen Kultur, Kunst und Musik: Klassik am Morgen, Sonnendisco, Singen am Lagerfeuer, Bardic circle, Tattoo-Körperpoesie, Graphic-Novel-Lesung, Bodypainting
  • Spiele und Unterhaltung als Workshops: Flügelschlag (Brettspiel), Psycho-Kick (Kartenspiel), Pen and Paper, Das rote Sofa, Chapeau

ALT: Teilnahme an Workshops und Gesprächsrunden

Wir erwarten auch von Experten keine perfekte Dienstleistung, wenn sie Workshops anbieten, denn wir sind schließlich alle in unserer Freizeit da. Workshops und Gesprächsrunden werden bei uns immer einen Charme des Unvollkommenen haben. Selbstverständlich sind Experimente willkommen.

Abgesehen von der vereinsinternen Mitgliederversammlung identifiziert sich PAN mit keinem der Angebote – weder hinsichtlich der Form, des Inhalts, des Verlaufs oder der Häufigkeit eines Angebots. Für dessen Inhalte und Durchführung sind allein die Anbieter_innen verantwortlich. PAN stellt durch die Veranstaltung lediglich eine Plattform zur Verfügung, damit polyamore Menschen selbstorganisiert nach eigenem Interesse Workshops, Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen durchführen können.

Bitte kommt pünktlich. Die Workshop-Anbieter_innen freuen sich, wenn sie pünktlich beginnen können. Vermeidet bitte, dass die Workshops nach ihrem Beginn gestört werden. So können auch Verspätungen bei den nachfolgenden Veranstaltungen und Mahlzeiten vermieden werden.

Bitte respektiert das Persönlichkeitsrecht und die Privatsphäre der anderen Teilnehmer_innen. Das bedeutet: Das, was an intimen Informationen in einem Veranstaltungsangebot seitens der Teilnehmer_innen preisgegeben wurde, bleibt bitte im Raum und verlässt ihn nicht. Geht bitte sorgsam damit um und berichtet ohne explizite Erlaubnis nicht über persönliche Details anderer. Dies gilt auch für optische oder akustische Eindrücke.

PAN übernimmt keine Haftung für Schäden an Mensch und Gegenständen, die durch die Teilnahme an Workshop-Angeboten, Gesprächssrunden und anderen von Teilnehmenden angebotenen Veranstaltungen verursacht werden.

Manche angebotenen Workshops, Gesprächsrunden, Erlebnisräume können körperlich oder emotional beanspruchend sein. Bitte prüft, ob solche Veranstaltungen für Euch etwas sind und Ihr die emotionale Stabilität oder die gesundheitlichen Voraussetzungen dafür mitbringt. Verlasst Euch nicht auf professionelle Betreuung seitens derjenigen, die einen Programmpunkt anbieten. Es gibt niemanden, dem Ihr die Verantwortung für Euer Wohlergehen übertragen könnt. Was könnt Ihr selbst tun, um das Risiko in einem Workshop oder Gesprächsrunde zu minimieren?

Ihr dürft und sollt jederzeit die Veranstaltung verlassen, wenn Ihr Euch in Eurem körperlichen oder persönlichen Wohlbefinden gestört fühlt. Achtet auf Eure Grenzen. Es ist niemandem damit geholfen, wenn Ihr aus Höflichkeit in einer für Euch unangenehmen Situation aushaltet.

Bei den Treffen können tiefliegende Gefühle und damit starke Prozesse ausgelöst werden. Traumatisierten Menschen raten wir deshalb von einer Teilnahme an unseren Treffen ab, da wir keine therapeutische Betreuung oder psychologische Betreuung leisten können.

Wir wollen nicht, dass sich auf unseren Treffen ansteckende Krankheiten verbreiten. Bei Angeboten, in denen es zu nahen körperlichen (oder sinnlichen) Interaktionen kommt, seid Euch bitte des Risikos von Krankheiten (oder ungewollten Schwangerschaften) bewusst. Falls Ihr Euch unsicher seid, ob bei Euch selbst eine in diesem Kontext ansteckende Krankheit vorliegt, nehmt bitte selbst nicht an solchen Interaktionen teil oder klärt die anderen Teilnehmer_innen unmißverständlich über das Risiko auf. Jede Interaktion muss explizit einvernehmlich erfolgen. Bitte besprecht vorher die Grenzen möglicher Interaktionen miteinander und wie diese eingehalten werden können. Und für etwaige Abenteuer gilt: Safer Sex erspart viel Ärger.

Für Leiter_innen und Teilnehmer_innen sollte selbstverständlich sein: Wenn Ihr von etwas keine Ahnung habt oder zu etwas keine eigenen Erfahrungen, dann gebt das bitte zu und kennzeichnet Eure Spekulationen als Spekulationen; Fragen dürfen auch offen bleiben.

ALT: Anbieten, Leitung und Durchführung von Workshops und Gesprächsrunden

Empfehlungen und Informationen

Ihr seid alle herzlich eingeladen, auf den Treffen des Polyamoren Netzwerks (PAN e.V.) Workshops oder Gesprächsrunden zu jeglichen Themen anzubieten, die Ihr interessant findet – unabhängig davon, wie gut Ihr euch mit diesen Themen auskennt oder ob ihr schon solche Runden geleitet habt. Ihr müsst selbst kein Experty sein, um gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eine bereichernde Runde zu gestalten. Denn jede anwesende Person kann ihre Erfahrungen und ihr Wissen beisteuern. Workshops und Gesprächsrunden werden bei uns immer einen Charme des Unvollkommenen haben. Selbstverständlich sind Experimente willkommen.

PAN stellt durch die Veranstaltung eine Plattform zur Verfügung, damit polyamore Menschen selbstorganisiert nach eigenem Interesse Workshops, Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen durchführen können. Abgesehen von der eigenen vereinsinternen Mitglieder*innenversammlung identifiziert sich PAN aber mit keinem dieser Angebote – weder hinsichtlich der Form, des Inhalts, des Verlaufs oder der Häufigkeit eines Angebots. Für dessen Inhalte und Durchführung sind allein die Anbietys verantwortlich.

PAN behält sich das Recht vor, mit und ohne Angaben von Gründen ein vorgeschlagenes Programmangebot abzulehnen oder ein angekündigtes Angebot auch kurzfristig abzusagen, wenn der Verein oder das verantwortliche Organisationsteam eines Treffens den Eindruck haben, dass dieses Angebot den Interessen des Vereins schadet. Er wird von diesem Recht nicht leichtfertig Gebrauch machen.

Es ist für die Teilnehmer*innen interessant, wenn Ihr bei der Vorstellung eures Angebots kurz erklärt, wie euer persönliches Verhältnis zu dem Thema ist und wie gut Ihr euch damit auskennt.

Macht euch bitte rechtzeitig mit den Räumlichkeiten, deren Ausstattung und Technik vertraut, in denen euer Angebot stattfindet. Stellt bitte selbst sicher, dass die Räumlichkeiten prinzipiell für euren Workshop geeignet sind. Da alle Aktivitäten freiwilliger Natur sind, gibt es seitens des PAN e.V. keine Garantie, dies für euch zu bewerkstelligen.

Achtet bitte darauf, dass Ihr Assistentys habt, die zur Hand gehen können, wenn ihr etwas braucht oder etwas Unerwartetes geschieht. Diese Person kann jemand sein, die sich am Anfang des Workshops dazu bereit erklärt hat, euch zu unterstützen.

Wir erwarten auch von Expert*innen keine perfekte Dienstleistung, wenn sie Workshops anbieten, denn wir sind schließlich alle in unserer Freizeit da. Aber ganz gleich wie erfahren ihr seid: Nehmt bitte ernst, was Ihr tut und nehmt die Teilnehmys ernst. Sie haben ein Recht darauf, dass mit ihnen rücksichtsvoll und mit Sorgfalt umgegangen wird. Menschen können verletzt werden und sie können bereits Verletzungen haben – physisch wie psychisch. Stellt Euch die Frage, was ihr und die Teilnehmenden tun könnt, um das Risiko in eurem Workshop oder Gesprächsrunde zu minimieren. Wenn es sinnvoll erscheint, fragt am Anfang eures Angebots kurz nach solchen Verletzungen, körperlichen oder seelischen Schwachstellen, wunden Punkten, Ängsten etc. Dabei könnt ihr auch gleich in Erfahrung bringen, mit welchen Erwartungen und Interessen die Teilnehmenden in die Runde kommen.

Bitte bringt euch nicht leichtsinnig in Situationen, die euch und andere überfordern. Ihr könnt euch nicht darauf verlassen, dass die Anwesenden oder das Orga-Team eingreifen und die Situation retten, wenn Ihr euch überschätzt habt.

PAN übernimmt keine Haftung für Schäden an Mensch und Gegenständen, die durch die Teilnahme an Workshop-Angeboten, Gesprächsrunden und anderen von Teilnehmenden initiierten und durchgeführte Veranstaltungen verursacht werden.

Wenn euch Teilnehmer*innen von persönlichen Problemen berichten: Nehmt diese bitte ernst! Bagatellisiert sie bitte nicht und versucht nicht, sie ihnen auszureden. Falls ihr ein Veranstaltungsangebot macht, das körperlich und seelisch beanspruchend ist: Weist auf die wichtigsten körperlichen und seelischen Voraussetzungen hin. Sollten Teilnehmende diese nicht erfüllen, ratet bittet von einer Teilnahme ab.

Wir wollen nicht, dass sich auf den Treffen ansteckende Krankheiten verbreiten. Bitte thematisiert in Workshops mit körperlich nahen oder sinnlichen Interaktionen Gesundheitsrisiken und gegebenenfalls Safer Sex. Falls Ihr Euch unsicher seid, ob bei euch selbst eine in diesem Kontext ansteckende Krankheit vorliegt, nehmt bitte selbst nicht an solchen Interaktionen teil oder klärt die Teilnehmer*innen unmissverständlich über das Risiko auf. Erbittet das gleiche Verhalten von den Teilnehmys. Stellt bitte klar, dass jede Interaktion explizit einvernehmlich erfolgen muss. Bitte besprecht vorher die Grenzen möglicher Interaktionen miteinander und wie diese eingehalten werden können.

Auf den überregionalen Treffen ist die Teilnahme von Minderjährigen (Menschen unter 18 Jahren) bisher ausgeschlossen. Wir bitten Leiter*innen von Workshops und Gesprächsrunden darauf zu achten, dass diese Regelung auch für zufällige Besuchende eingehalten wird. Dies bedeutet auch, dass minderjährige Personen keinen optischen oder akustischen Zugang zu Räumen oder Angeboten haben.

Für Leiter*innen und Teilnehmende sollte selbstverständlich sein: Wenn ihr bei einer Frage keine Ahnung habt oder keine eigenen Erfahrungen, dann gebt das bitte zu und kennzeichnet eure Spekulationen als Spekulationen; Fragen dürfen auch offen bleiben.